Die Geschichte des

TTC 68 Kranenburg e.V.

 

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Im Dezember 1968 entschieden sich neun sportlich interessierte junge Männer, den Versuch zu wagen, wieder einen Tischtennisclub in Kranenburg ins Leben zu rufen.

Die neun Vereinsgründer:

Josef van Bebber, Jürgen Berson, Heinz Boot, Arnold Borrmann,
Josef Derks, Ulrich Patz, Rainer Siebert, Siegfried Vergeest und
Ernst Welke

gaben damit den Startschuss für den TTC 1968 e.V. Kranenburg. Da ein zuvor gegründeter Tischtennisverein bereits Schiffbruch erlitten hatte, waren die Vereinsgründer damals durchaus nicht allzu große Optimisten, was die Etablierung des Vereins in der Grenzgemeinde anging. Es hat sich aber in den folgenden 40 Jahren gezeigt, dass der Tischtennissport in Kranenburg viele Freunde gefunden und nicht nur eine Vergangenheit, sondern auch eine Zukunft hat. Der Verein zählt heute mit über 250 Mitgliedern zu den zahlenmäßig größten Tischtennisvereinen am linken Niederrhein.

Auf der 1. ordentlichen Mitgliederversammlung am 06.02.1969 konnte der junge Club bereits die stolze Zahl von 70 Mitgliedern vermelden. Nachdem Heinz Boot auf der Gründungsversammlung am 08.12.68 kommissarisch das Amt des 1. Vorsitzenden übertragen worden war, wurde auf dieser Versammlung der erste offizielle Vorstand des noch jungen TTC 68 Kranenburg gewählt:

1. Vorsitzender: Jürgen Berson, 2. Vorsitzender: Heinz Boot, 1. Geschäftsführer: Ulrich Patz, 2. Geschäftsführer: Heinz Fuchs, 1.
 Kassierer: Rainer Siebert.

In den Händen dieser Sportkameraden lag es dann in der schwierigen Anfangsphase, dem jungen Verein "auf die Beine" zu helfen.

Hier muss besonders die Arbeit des damaligen 1. Vorsitzenden Jürgen Berson erwähnt werden. Mit großem Engagement und viel Integrationskraft setzte er sich für die Belange des Vereins ein. Schon bald stellte sich heraus, dass der kleine weiße Zelluloidball in Kranenburg immer mehr Freunde gewann. So herrschte in der Turnhalle am Uitweg an den Trainingstagen stets reger Andrang. Es waren viel zu wenig Tischtennisplatten für immer mehr "TT-Fans" vorhanden. Lange Wartezeiten wurden von den Mitgliedern jedoch gerne in Kauf genommen.

Am 10.03.1969 wurde der TTC 68 Kranenburg ordentliches Mitglied im WTTV (Westdeutscher Tischtennisverband) und erhielt damit die Berechtigung zur Teilnahme am Meisterschaftsspielbetrieb für die Saison 1969/70. In diesem 1. Spieljahr nahmen bereits zwei Herrenmannschaften und eine Jugendmannschaft am Spielbetrieb des Klever  Kreisverbandes teil. Große sportliche Erfolge konnten damals natürlich noch nicht anvisiert werden, dennoch erreichte die 1. Herrenmannschaft auf Anhieb einen beachtlichen 3. Tabellenplatz in der Kreisklasse. Maßgeblichen Anteil daran hatten die beiden Spitzenspieler Wolf Dieter Ovenhausen und Ernst Welke, die im gleichen Jahr bei den Kreismeisterschaften auch den Titel im Herren-Doppel ihrer Klasse gewinnen konnten.

Wolf Dieter Ovenhausen war vom BV Kellen zum neugegründeten TTC Kranenburg gewechselt und hatte als Jugendwart in kürzester Zeit eine starke Jugendabteilung aufgebaut. Umso größer war dann 1971 der Schock, als bekannt wurde, dass er aus beruflichen Gründen nach Fulda wechseln musste. Nun galt es, den eingeschlagenen Weg der intensiven Jugendarbeit trotz dieses herben Verlustes fortzusetzen. Und gerade auf diesem Gebiet hat der TTC Kranenburg seitdem vorbildliches geleistet.

Da sich Tischtennis für beide Geschlechter als beliebte Sportart anbietet, ließ die Gründung einer Mädchen-Abteilung nicht lange auf sich warten. Im Oktober 1972 war es Gründungsmitglied Ernst Welke, der sich zusammen mit Walter van Baal als Trainer und Betreuer einer neu gegründeten Mädchenabteilung zur Verfügung stellte. Unter ihrer Regie hatte diese Abteilung in kürzester Zeit einen enormen Zulauf zu verzeichnen. Diese Entwicklung war sicher damit zu erklären, dass mit dem Tischtennissport in Kranenburg eine sportliche Marktlücke geschlossen werden konnte; Kranenburg war vorher auf der Landkarte des Sports für das schöne Geschlecht im Niemandsland angesiedelt.

Nach dem Umzug im September 1973 von der Sporthalle am Uitweg in die neue Großraumturnhalle am Galgensteeg erlebte der Verein einen regelrechten Boom. Der Zulauf insbesondere in der Jugendabteilung nahm ungeahnte Formen an. In den zurückliegenden Jahren wurde mit großem Engagement vieler Vereinsmitglieder hervorragende Jugendarbeit geleistet, wobei an dieser Stelle Klaus Jansen aufgrund seiner langjährigen sehr engagierten Jugendarbeit besonders zu erwähnen ist.

Die größten sportlichen Erfolge seiner Vereinsgeschichte konnte der TTC 68 in der Jugendabteilung verzeichnen. Die 1. Schülermannschaft in der Besetzung Andreas Thielen, Norbert Meurs, Udo Vohwinkel, Ralf Wels und Ralf Kriedel konnte am 21./22.06.1975 im westfälischen Laer den Titel des westdeutschen Vizemeisters gewinnen.

Auch die Mädchen wollten dem in keinster Weise nachstehen: Sie errangen im Jahre 1981 in der Besetzung Anja Arns, Annette Berson, Petra Spanjard, Andrea Siebert  und Marion Siebert den 3. Platz bei den Westdeutschen Meisterschaften.

Mit Stolz erinnert sich der TTC Kranenburg auch jener "TT-Cracks", die das Spiel beim TTC 68 erlernt und später aus sportlichen Gründen den Verein gewechselt haben. Hier muss besonders Tina Thüs erwähnt werden, die beim großen Nachbarn WRW Kleve den Sprung in die 2. Bundesliga geschafft hat.

Weiterer sportlicher Höhepunkt ist das seit 1972 jährlich ausgerichtete internationale Osterturnier, das im Jahr 2008 bereits zum 37. Mal in ununterbrochener Reihenfolge durchgeführt wurde und sich stets großer Resonanz erfreut.

Von April 1988 bis ins Jahr 2000 bot der TTC Kranenburg seinen Mitgliedern auch eine Wirbelsäulengymnastik an. Hier hatte man bewusst sportliches Neuland betreten. Unter sachkundiger Leitung des Vereinsmitgliedes und Übungsleiters Klaus Köster bot man mit dieser Maßnahme interessierten Mitgliedern eine zusätzliche sportliche Betätigung mit hohem gesundheitlichen Aspekt.